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Castlevania II: Simon's Quest

Adventure

13.06.2008

Autor: Philipp Bress

 

System: NES

Controller: Wiimote / Classic / GameCube

Erschienen: 1988

Preis: 500 Wii Punkte

 

 

Ende gut, nichts gut!

 

Wir schreiben das Jahr 1698. Sieben Jahren sind ins Land gezogen, seit dem Simon Belmont Graf Dracula, den Fürsten der Finsternis besiegt hat. Mit dem Tod Draculas dachte er, all seine Qualen seien nun endlich Geschichte... er dachte es! Denn kurz vor seinem Ableben sprach der Fürst einen Fluch gegen Simon aus, der ihn und den restlichen Belmonts zum Verhängnis werden sollte. Um den Fluch zu brechen, musste Simon die verstecken Körperteile Draculas wiederfinden und ihn erneut zum Leben erwecken, um ihn anschließend zu verbrennen. Dies war der Beginn einer neuen Odyssee.

 

Gute 20 Jahre ist es nun her, dass Castlevania II: Simon's Quest auf dem Nintendo Entertainment System erschienen ist. Was kann man zu dem Spiel sagen? Nun, es legte quasi den Grundstein für alle folgenden Titel der Reihe. Ist das Gameplay im ersten Teil noch linear ausgerichtet, so darf man sich in Castlevania II frei in der vorgegebenen Welt bewegen (ähnlich wie bei Nintendos Metroid), wie es halt bei einem Adventure üblich ist. Auch sonst hat das Spiel einige neue Maßstäbe gesetzt. So wurde hier nämlich auch ein Level-System, ich nenne es einfach mal so, eingeführt, in dem der Charakter hochgestuft wird, je mehr Monster man tötet. Neu ist auch der Tag/Nacht-Zyklus, der dem Spiel einen neuen Reiz verleiht, da die Gegner in der Nacht doppelt so stark sind. Stoff für endlose Zock-Sessions hat das Spiel also auch schon damals geboten. Und wer saß früher nicht mit ein paar Kollegen vor dem NES und hat versucht das Spiel zu schaffen? Aber heute wie auch damals stößt man auf ein paar knackige Probleme im Spiel.

 

Wie gesagt, man durfte sich nun endlich frei bewegen in der Welt von Castlevania, aber da auch Simon's Quest, wie viele andere NES-Spiele, an einer Informations-Armut leidet, weiß man zunächst gar nicht mal so recht wo man hingehen soll bzw. muss. Man erfährt nämlich nicht wirklich, wo sich die angesprochenen Körperteile des Herren Draculas aufhalten, ferner erfährt man auch nicht, wie man sich die Dinger aneignen kann, wenn man sie denn mal gefunden hat. Damals war man also wirklich gut bedient mit mehreren Leuten vor der Konsole zu sitzen und am besten auch noch eine Ausgabe der Nintendo Power parat liegen zu haben, in der allerhand Tipps zum Spiel standen. Klar heute geht das alles viel einfacher, dank den unendlichen FAQs und Walkthroughs im Internet, aber dadurch geht ja auch das gewisse Etwas verloren, welches damals das Schöne an dem Spiel war. Aber ohne jene Hilfen kommt man auch nicht sonderlich weit im Spiel, denn wer kommt schon zum Beispiel auf die Idee, dass man erst einmal den Bootsmann beschwören muss, damit man über den See kommt?

 

 

Sonne, Mond und Sterne

 

Wem die Suche nach dem nicht schon frustrierend genug ist, der darf man sich auch noch mit dem zähen und monotonen Geld sammeln beschäftigen. Denn man kann bzw. muss sich gegen Geld bei geheimen Waffen- und Item-Händlern neues Equipment aneignen um weiter zu kommen. Und alle paar Minuten wechseln sich natürlich auch Sonne und Mond ab. Versinkt die Welt in Dunkelheit und wird nur zaghaft vom Mond erhellt, verschwinden die Dorfbewohner und Heiler und machen Platz für die nun doppelt so starken Diener Draculas.

 

Aber Simon's Quest hat natürlich nicht nur negative Eigenschaften, denn es ist in Sachen Präsentation einfach ein Castlevania durch und durch. Durch den wie immer genialen Soundtrack kommt auch noch heute gerne mal das gute alte Castlevania-Feeling auf. Und außerdem ist Simon Belmont wieder der Held und man darf erneut Vampir-Killer gegen seine Feinde schwingen, was will man mehr als Castlevania-Fan? Zudem muss man sagen, dass man Castlevania II nicht nur verdankt, dass die heutigen Titel alles Adventures sind, sondern auch den zeitlosen Klassiker "Bloody Tears", der als Intro für alle folgenden Castlevanias diente. Mit der Steuerung bin ich durchaus zufrieden, einfach die Wiimote querlegen und NES-Feeling pur genießen! Mit dem Classic- und Gamecube-Controller lässt sich das Spiel aber ebenso tadellos spielen.

Fazit

Verdammt, es ist Castlevania und ich liebe es einfach! Und alle anderen sollen es gefälligst auch lieben! Peitschen schwingen, Monster töten und Simon Belmont himself, was braucht man mehr, um Spaß zu haben? Simon's Quest bietet zwar aus heutiger Sicht, wie ein Großteil der NES-Games, einige negative Dinge, aber als Fan von Retro-Spielen sollte einem so etwas egal sein. Neulinge, die sich mit dem Spiel beschäftigen möchten, sollten darauf gefasst sein, dass sie ziemlich frustriert sein könnten, wenn sie nicht auf Anhieb den richtigen Weg finden oder nicht weiterkommen. Aber wie gesagt, wozu gibt es heute FAQs und Walkthroughs im Internet, die einem genügend Hilfestellung bieten. Aber wer das Spiel wirklich genießen will, sollte sich ein paar Freunde krallen und sich einen Abend lang ran setzen! Denn gemeinsam knobeln macht wohl noch am meisten Spaß ;).

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Developer

Konami

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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