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Final Fantasy VI

RPG

23.10.2007

Autor: Arne Schreiber

 

Mit Final Fantasy 6 erschien wohl das letzte große Spiel für Nintendos GameBoy Advanced. Das Rollenspiel aus dem Hause Square Enix ist im großen und ganzen eine originalgetreue Umsetzung des SNES-Teiles aus dem Jahre 1994 .Unter Fans gehört Teil 6 zu den beliebtesten Teilen der Saga, was zuletzt wegen seiner tollen Story und seinen vielschichtigen Charakteren begründet liegt.

 

Im Grunde ist der Komplott typisch für ein japanisches Rollenspiel. Vor langer, langer Zeit wütete auf dem Planeten der so genannte Magi-Krieg. (Magi kommt von Magie). Dieser Krieg verwüstete den gesamten Planeten und zog die Menschheit in Mitleidenschaft. 1000 Jahre sind seit diesem Unheil vergangen und das Wissen um die Magie erlosch. Die technische Evolution ermöglichte es auch ohne Magie ein normales Leben in Frieden zu bestreiten.

 

Wie man sieht, ist eigentlich alles in bester Ordnung, wäre da nicht der größenwahnsinnige Imperator Gestahl, der mit seiner Armee versucht , das Wissen um die Magie wieder zu erlangen. Dabei helfen soll ihm die junge Frau Terra, die seit Geburt magische Fähigkeiten besitzt und damit einzigartig auf der Erde ist. Gegen ihren Willen wird die jedoch festgehalten und so kommt es, dass sie auf ihrer Flucht auf den Dieb namens Locke trifft. Dieser versucht Terra vor dem Macht des Imperiums zu bewahren und so beginnt die lange Reise, auf der man sowohl auf eine Vielzahl von Freunden als auch Feinde trifft.

 

Schon recht früh im Spiel kreuzen sich die Wege von verschiedenen Charakteren, die alle durch das Schicksal zusammengeführt werden. Sie schließen sich zusammen um Gestahl und seinen zwielichtigen Gefolgsmann Kefka Einhalt zu gebieten und letzten Endes die gesamte Welt zu retten. Ob das nun wirklich gelingt, wird natürlich nicht verraten.

 

Was Final Fantasy 6 heute noch zu einen gelungenen Spielerlebnis macht, sind die persönlichen Schicksale der einzelnen Charaktere und deren Beweggründe in den Kampf zu ziehen. Auch zu Zeiten von HD-Optik versprüht das Spiel durch seinen liebevollen Animationen einen gewissen Charme und lässt den Spieler in das Spiel eintauchen. Die Theaterszene im weiteren Verlauf des Spieles ist ein gutes Beispiel dafür. In dieser Zwischenszene muss man sich strikt ans Drehbuch halten, um diese erfolgreich abzuschließen. Die gesamte Inszenierung ist einfach nur liebenswert und fesselt trotz der aus heutiger Sicht eher minimalistischen Darstellung, an den Bildschirm. Es sind also die kleinen Details, die das Spiel selbst nach über 14 Jahren noch spielenswert machen. Diese Tatsache beweist wieder mal, dass schön gezeichnete 2D- Grafik immer noch den Spieler an den Bildschirm fesseln kann.

 

Final Fantasy typisch durchreist ihr verschiedene Ländereien und besucht eine Vielzahl von Dörfern, in denen man alle, für den täglichen Kampf benötigten Utensilien einkaufen kann. Ebenso dienen die verschiedenen Örtlichkeiten als Ruheplatz und zur Informationsbeschaffung. Draußen in der Wildnis und in den zahlreichen Dungeons verständigt man sich nur in der Sprache der Gewalt.

 

Eine Warnung gleich vorweg: Wer eine Phobie gegen Zufallskämpfe hat, die zugleich jede naselang auftreten können, sollte am besten die Finger von dem Spiel lassen.

 

Die Kämpfe basieren auf dem bekannten ATB-System (Active Time Battle). Ein Gefolgsmitglied ist immer dann an der Reihe, wenn sich der Aktionsbalken vollständig gefüllt hat. Ist dies geschehen, sollte man durch den Einsatz von verschiedenen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten den Gegner angreifen. Neben dem üblichen Waffen und  Magiegebrauch besitzt jedes Mitglied der Party eine eigene Kampftechnik. Edgar, seines Zeichens König des Landes Figaro, setzt speziell für ihn angefertigte Werkzeuge wie eine Armbrust oder gar eine Kettensäge ein. Sein Bruder Sabin dagegen nutzt seine Blitz-Teks. Durch die Eingabe einer Tastenkombination entfesselt er eindrucksvolle Angriffe, die dem Feind viel Schaden anrichtet. Neue Zauber erlernt man, indem die später im Spiel vorkommenden Maginite (Steine) ausgerüstet werden. Mit diesen lassen sich auch die Serientypischen mächtigen Zauber wie Ifrit oder Shiva entfesseln.

 

Mit jedem gewonnenen Kampf erhält man wie gewohnt Erfahrungspunkte, die wiederum notwendig sind um einen Level aufzusteigen. Bei Levelanstieg steigen wie bei einem RPG üblich die einzelnen Statuswerte der Charaktere und außerdem erlernt man so auch neue Techniken.

 

Damit kommen wir  auch gleich zum größten Kritikpunkt des Spieles. Dieser äußert sich in der viel zu hohen Gegnerrate. Wenn man Pech hat, beginnt der nächste Kampf früher als einem lieb ist. In der virtuellen Realität sieht es dann häufig so aus, dass man einen Meter geht und schon das nächste Gefecht beginnt. Das führt dazu, dass man die einzelnen Dungeons so schnell wie möglich versucht abschließen, denn dieser Aspekt kann schon an den Nerven ziehen. Das einzig positive an der Sache ist, wer viel kämpft, wird auch ohne größere Probleme, zumindest bis gegen Ende des Abenteuers, durch das Spiel gelangen. Aber zeitgemäß sind die Zufallskämpfe beileibe nicht mehr.

 

Eine weitere nette Idee des Spieles, die aber gleichzeitig auch kritikwürdig ist, ist die Gruppenaufspaltung. An verschiedenen Stellen des Spieles muss man mit mehreren Gruppen, bestehend aus seinen Partie Mitgliedern, gleichzeitig agieren. Da man in der Regel eh nur mit seiner Lieblingstruppe unterwegs ist, ist diese dementsprechend auch die stärkste und die am besten ausgerüstete. Leider muss man dann mit der 2. oder gar 3. Gruppe ebenfalls agieren und da wird dann vom Spiel keine Rücksicht genommen, ob diese ihren Gegnern in Stärke und Abwehr überhaupt gewachsen sind.

 

Abseits dieser Kritikpunkte besitzt das Spiel die bereits erwähnten Stärken. Die Story und die Verknüpfung der einzelnen vielschichtigen Schicksale, gepaart mit der viel Liebe zum Detail, lassen Final Fantasy 6 selbst heute noch in einem sehr guten Licht da stehen. Fans der Serie dürfen sich zudem wieder Mal auf den Ritt eines Chocobos freuen und auch das obligatorische Luftschiff, mit dem man schnell von Punkt A nach B gelangt, ist erneut dabei. Auch der Abspann ist wirklich gelungen und bietet einen tollen Abschluss zu einem tollen Abenteuer.

 

Zum Schluss sei vor allem noch der gelungene Soundtrack vom Serien Stamm-Komponisten Nobue Uematsu erwähnt. Die Kompositionen sind ausnahmslos sehr ansprechend und sind ein weiterer Grund, weshalb das Spiel heute noch spielenswert ist. Der Soundtrack gehört sicherlich zu den Besten der 16-Bit Ära.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters!

Fazit

Rollenspiel Freunde, die keine Abneigung gegen Zufallskämpfe haben, können bedenkenlos zugreifen. Viel mehr gibt es nicht zu sagen, denn Teil 6 der Rollenspielsaga gehört sicherlich zu den besten Teilen der 2D-Ära von Final Fantasy. Da man auch abseits der Hauptquest jede Menge Aufgaben angeboten bekommt, wird man für viele Stunden (mehr als 30 Stunden auf jeden Fall) an den Handheld gefesselt

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

90%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

28.06.2007

Developer

SquareEnix

USK Freigabe

6+


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