Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo Wii U eShop

< zurück

Cloudberry Kingdom

Jump 'n Run

03.10.2013

Autor: Christian Kohls

 

 

Endlose Levelauswahl!

 

Cloudberry Kingdom ist nicht wie andere Jump & Runs. Klar, im Großen und Ganzen lauft und springt ihr durch verschiedene Level und versucht, deren Ziel zu erreichen. Der Clou an dem Spiel ist aber ein ganz bestimmtes Feature. Level gibt es nämlich quasi unendlich. In Cloudberry Kingdom wird jeder Level durch einen intelligenten Generator zufällig erstellt. Dieser platziert nach verschiedenen Parametern Objekte und Hindernisse im Level, die ihr durchqueren müsst. Die Hindernisse reichen dabei von rotierenden Feuersäulen über fliegende Gegner bis hin zu abstürzenden Plattformen und vielen, vielen mehr. Was den Generator für die Level erst so richtig interessant und gut macht ist, dass die Hindernisse so angeordnet sind, dass ihr diese sehr schön nacheinander passieren könnt. Im Klartext heißt dies, dass Feuersäulen den Weg perfekt freimachen, wenn ihr gerade von einer abstürzenden Plattform abspringt und so weiter. Dieses Spielgefühl textuell zu beschreiben ist sehr schwierig, lasst euch aber versichern, dass der Spielfluss unglaublich gut sein kann und es immer wieder beeindruckend ist, durch anfangs sehr komplex erscheinende Level quasi in einem Rutsch durchzukommen, eben weil alle Hindernisse perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Dass der Spielfluss gut sein „kann“ schreibe ich nicht ohne Grund, denn irgendwann wird der Schwierigkeitsgrad einfach nur pervers und es ist nur noch mit sehr viel Übung möglich, die Level zu bestehen. Ganz auf sich allein gestellt ist man allerdings nicht, denn in jedem Level sind einige Kristalle verteilt, die man einsammeln kann. Wenn man alle Kristalle eines Levels eingesammelt hat, gibt’s zudem noch einmal 10 extra dazu. Mit genug Kristallen kann man sich in jedem Level Hilfe dazu kaufen: ihr könnt dem Computer zuschauen, wie er das vermeintlich unmögliche Level durchspielt, euch einen Idealweg anzeigen lassen, oder eine Zeitlupenfunktion aktivieren. Doch selbst mit allen Hilfen ist es immer noch nicht garantiert, dass ihr einen Level erfolgreich abschließt.

 

 

Helden des Königreiches

 

Egal welchen der drei verschiedenen Menüpunkte (die letztendlich aber doch alle das gleiche bieten) ihr wählt, am Anfang könnt ihr immer euren Helden auswählen. Diesen könnt ihr in einem simplen Editor frei selbst zusammenbasteln. Der Editor ist leider recht begrenzt und mir hat das Erstellen eines eigenen Charakters schon lange nicht mehr so wenig Spaß gemacht wie in diesem Spiel.

Alle Level sind recht kurz. Da diese komplett zufallsgeneriert sind, ist es aber sowieso nicht von Belang, wie lang diese letztendlich sind. Ein Level bestimmt einzig und allein den Schwierigkeitgrad, die Arten der Hindernisse die vorkommen, sowie den, wie ich es jetzt einfach mal nenne, "Modus". Die verschiedenen Modi bringen etwas Würze in das Spiel, denn nicht immer könnt ihr nur ganz normal springen. Um nur mal einige zu nennen: Doppelsprung, Jetpack mit einem Sprungpferd und noch vieles mehr. Die Modi spielen sich alle recht unterschiedlich und natürlich sind auch die Level an den jeweiligen Modus angepasst. Manche machen dabei mehr Spaß als andere und fühlen sich auch ausgereifter an. Das Jetpack zu bedienen ist zum Beispiel am Anfang ein echter Krampf, der erst mit viel Eingewöhnungszeit erträglich wird. Generell muss man sich erst an die Steuerung gewöhnen, ich empfand diese anfangs doch als recht schwammig, nach einer Weile arrangiert man sich jedoch und man kommt doch einigermaßen präzise voran. Wenn man stirbt wird man übrigens sofort an den Anfang des Levels oder einen passierten Checkpunkt gesetzt. Hier entstehen keine nervigen Wartezeiten.

 

 

Abenteuer, Minispiele und freies Spiel

 

Cloudberry Kingdom bietet eine Art Storymodus, welcher sieben Kapitel á 40 Level enthält, die immer schwerer werden. Das letzte Kapitel heißt übrigens nicht umsonst „der Masochist“. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es immer eine kurze gerenderte Sequenz zu sehen, die eine kleine Geschichte eines Helden, einer entführten Prinzessin und eines bösen Königs erzählt. Die Story ist nicht ganz so klischeebeladen wie man anfangs vermutet, allerdings trotzdem eher belanglos. Zudem wird in diesen Sequenzen zwanghaft versucht, Humor zu erzeugen, was meiner Meinung nach nicht ein einziges Mal gelingt.

Ein weiterer Menüpunkt sind die Minispiele. Warum diese so heißen vermag ich nicht zu sagen, denn nach meiner Definition machen Minispiele meistens etwas anders als der Rest des Spiels. Challenge Modus hätte es hier eher getroffen, denn man versucht Punkte- und Zeitrekorde aufzustellen oder soweit wie möglich zu kommen. Die Minispiele sind zudem nach den angesprochenen Modi unterteilt.

Wer selbst einMmal die Zügel bei der Erstellung der Level in die Hand nehmen möchte, kann dies im freien Spiel tun. Hier hat man eine Art Editor zur Hand der anhand von verschiedenen Parametern Level generiert. Ihr könnt hier die Länge des Levels, Modus, die auftretenden Hindernisse sowie deren Häufigkeit und Dichte festlegen und aus diesen Einstellungen ein Level generieren. Falls mir irgendwer einen Videobeweis schickt wie er mit höchsten Einstellungen ein Level absolviert, bekommt er einen dicken Preis von mir, dies ist nämlich praktisch nicht möglich. Der Computer kann euch aber trotzdem zeigen, das es durchaus möglich ist den Level zu absolvieren, ein weiterer Beweis dafür das der Generator für die Level wirklich sehr gut implementiert wurde.

Das ganze Spiel kann man zudem mit bis zu vier Spielern bewältigen. Diese spielen alle gleichzeitig. Stirbt einer muss dieser warten bis die anderen auch ins Gras beißen oder sich einer bis ins nächste Level durchbeißen konnte.

 

 

Präsentation

 

Das Spiel ist in einem 2D-Comic-Stil gehalten. Das Design könnte man als eher minimalistisch bezeichnen. Trotz allem ist es dennoch passend und angemessen für das Spiel. Die Musik ist sehr Drum & Base lastig, für Freunde dieser Musikrichtung ist der Soundtrack sicher ein tolles Feature. Alle die mit der Musikrichtung aber nicht so viel anfangen können, werden sicherlich bald den Ton ausstellen. Es ist natürlich auch möglich, das Spiel nur auf dem Gamepad der Wii U zu spielen, da das Bild immer an beide Bildschirme gesendet wird.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Cloudberry Kingdom ist ein wenig anders als die bekannten Genrevertreter. Die zufallsgenerierten Level versprechen auf dem ersten Blick nahezu unendliche Vielfalt. Gerade die ersten Stunden machen noch richtig viel Spaß, gerade weil die Hindernisse der zufallsgenerierten Level perfekt aufeinander abgestimmt sind. Kommt man in die Bereiche in denen das Spiel langsam aber sicher brutal schwer wird, kann sich schnell Frust aufbauen. Für eine kleine Runde zwischendurch ist es also durchaus zu empfehlen, ausgedehnte Zockerabende wird man mit Cloudberry Kingdom aber sicherlich nicht verbringen.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

64%

Singleplayer

61%

Multiplayer

Release

01.08.2013

Developer

Pwnee Studios

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4



Neue Wertungsskala nun auch für Wii U-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort nicht mehr nur beim 3DS, sondern auch bei Wii U-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS und die Wii U:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes