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Spieleliste: WiiWare

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Toki Tori

Puzzle

29.05.2008

Autor: René Schäfer

 

 

Welcome back!

 

Einige von euch erinnern sich sicherlich noch an das kleine gelbe Küken mit den großen Augen. Hier meine ich nicht den Nerv tötenden Klingelton-Vogel sondern den Retter der Hühnernation Toki Tori. Denn ganz so neu, wie die Entwicklungen für WiiWare eigentlich sein sollen, ist das Spiel gar nicht. Erstmals erschien die Mischung aus Puzzle und Plattformer im September 2001 für den GameBoy Color. Mitdenkenden ist jetzt schon aufgefallen, dass dies mehr als vier Monate nach der weltweiten Markteinführung des GameBoy Advance war. Und genau das war wohl auch der Hauptgrund dafür, dass das recht interessante Spiel keinen großen Erfolg hatte.

 

Jetzt, sieben Jahre später, versuchen es die Entwickler von Two Tribes nochmal, und bringen den kleinen gelben Vogel auf die Wii.

 

 

Worum geht‘s?

 

Die Story von Toki Tori ist schnell erzählt: Auf eine äußerst mysteriöse Art verschwinden sowohl Hühner als auch Eier aus ihren Ställen. Als eines Nachts wieder eine große Menge an Eiern verschwindet, bleibt ein einziges zurück. Aus diesem schlüpft Toki Tori, unser Held, der jetzt alle Eier möglichst schnell wieder Heim bringen muss. Nichts Spektakuläres und auch nicht unbedingt die Innovation was die Geschichte angeht, denn wiedermal muss der sympathische Held die „Welt“ retten. Um die Story geht es in Toki Tori aber auch gar nicht so wirklich. Denn das Spiel ist, wie bereits erwähnt, ein Puzzlespiel kombiniert mit einem Plattformer.

 

Durch vier unterschiedliche Welten mit jeweils 10 Leveln in normaler Schwierigkeit und sieben, die als "schwer" bezeichnet sind. Welchen Weg soll das kleine Kücken gehen, um alle Eier im Level zu finden und einzusammeln? Das klingt zuerst ziemlich simpel und langweilig, ist es aber nicht. Denn einfaches Durchlaufen ist nicht. Zwar gibt es kein Zeit- oder Schrittlimit, doch sind schon einige Rätsel zu lösen, um den Weg unbeschadet zu meistern. Am Anfang des Spiels ist das noch recht einfach, denn da gibt es noch keine fiesen Gegner die euch platt machen wollen, Abgründe die einfach den Weg unterbrechen oder Mauern, die euch den Weg versperren. Diese kommen im Laufe der ersten 10 Level aber schon dazu, genau wie die Mittel, die dem kleinen Hühnchen zur Verfügung stehen, diese Dinge zu umgehen. So lernt Toki Tori das Bauen von Brücken, sich zu beamen, Gegner einzufrieren oder aufzusaugen oder Geisterfallen zu stellen. Doch damit das Lösen und Schaffen der Levels nicht zu einfach wird, stehen euch diese Möglichkeiten nicht unbegrenzt zur Verfügung. So muss man in späteren Leveln genauestens planen, wo und wann man seine drei Brücken bauen will, wann man sich beamt oder wo man die Geisterfalle aufstellt, um das durch den durch gefallenenen Geist entstandene Loch später selbst als Durchgang auf die nächste Ebene nutzen zu können.

 

 

Hier ist stark zu kritisieren, dass die WiiWare Version von Toki Tori fast exakt die gleichen Level bietet wie die GBC Version. Da scheint es nahezu unverständlich, weswegen man sich die WiiWare Version für ca. 9 € zulegen sollte, wenn man doch das GameBoy Color Spiel schon für 5 € auf dem Flohmarkt bekommen kann. Aber natürlich bietet das Spiel auf der Wii auch einige Argumente für einen Kauf wie zum Beispiel ein paar schwere Zusatzlevel und die tolle Steuerung.

 

 

Wie geht‘s?

 

Die Steuerung von Toki Tori ist frei wählbar. Entweder spielt man mit der Wiimote allein, mit Wiimote und Nunchuk oder mit dem Classic Controller. Entscheidet man sich für die erste Variante, zeigt und klickt man auf die Stelle, zu der sich der kleine Vogel hinbewegen soll. Dieses erinnert sehr stark an das Fortbewegen von Charakteren in Point & Click Abenteuern. Spielt man mit dem Nunchuk, dann läuft man mit dem Analogstick. Das ist nicht nur einfacher, weil das Zeigen wegfällt, sondern funktioniert auch schneller. Toki Tori rast förmlich über den Bildschirm. Das Durchführen von Aktionen funktioniert über einen einfachen Tastendruck auf den B Knopf der Fernbedienung. Welche Aktion ausgeführt werden soll, muss vorher ausgewählt werden. Hier reicht es die Fernbedienung einfach zu schütteln, um die ausgewählte Aktion, die am unteren Bildschirmrand durch kleine Symbole dargestellt ist, zu ändern. Wahlweise kann das aber auch über das Steuerkreuz gemacht werden.

 

Zu empfehlen ist die Steuerung per Classic Controller, da sie Wiimote und Nunchuk vereint. Sowohl ein Analogstick zum schnellen Fortbewegen als auch die nötigen Tasten und das Steuerkreuz befinden sich auf einem Controller. Das soll natürlich nicht heißen, dass die anderen Steuervarianten schlecht sind.

 

 

Wie sieht‘s aus?

 

Die Neuauflage kommt in einer schicken 3D Grafik daher, gespielt wird aber nur in 2D. Sowohl die Animationen des Helden-Hühnchens als auch die der Gegner und der Umgebung sind liebevoll umgesetzt und passen zum Gesamtkonzept eines Spiels für zwischendurch. Gepaart mit den Sounds, die auch sehr nett sind, sich aber innerhalb einer Welt nicht merklich voneinander unterscheiden, ist das Bild des knuffigen Helden perfekt, aber keinesfalls nerv tötend oder gar kitschig.

 

 

Alles in allem sollte man in diesem Punkt nichts Besonderes erwarten und sich darauf gefasst machen, dass man für ein 900 Wii Points teures Puzzlespiel keine Grafik-Granate vor die Augen geknallt bekommt.

 

 

Besonderheiten

 

Als Besonderheiten sind mir zwei relativ kleine, aber feine Dinge ins Auge gesprungen. Das erste wäre der Ansatz eines Multiplayermodus. Diesen könnte man als eine Mischung aus dem Multiplayer aus Super Mario Galaxy und der Notizfunktion aus Zelda: Phantom Hourglass bezeichnen. Denn der zweite „Spieler“ hat die Möglichkeit, mit einer weiteren Wiimote kleine Zeichnungen mitten in den Level zu zeichnen, um dem „richtigen Spieler“ zu zeigen, wo es lang gehen könnte. Dieser Modus ist nicht besonders spaßig und auch keineswegs hilfreich, da eine einfache Kommunikation mit Wörtern doch schneller funktioniert und immer noch ein wenig geselliger ist. Schaden kann so ein Modus aber nicht, weswegen er natürlich nicht als Negativfaktor, aber leider auch nicht als ein positiver, in die Wertung mit einfließt.

 

Die zweite Kleinigkeit ist der Kundenservice, den Two Tribes, kostenpflichtig, anbietet. Sollte man in einem Level nicht weiterkommen und absolut keine Idee haben, wie man es knacken kann, kann man die Hotline anrufen und „wird geholfen“. Wirklich nötig ist dieser Service auch nicht, da man die Levels doch immer irgendwie gelöst bekommt, auch wenn diese im Spielverlauf doch richtig hart werden und man schon mal zehn Minuten braucht, um auch nur den Ansatz einer Lösung zu haben, doch hat es mich noch nicht zum Telefonhörer getrieben. Eine nette Dreingabe, die aber mit dem eigentlichen Spiel nichts zu tun hat und deshalb ebenfalls nicht in die Wertung mit einfließt, es aber dennoch wert ist, hier einmal kurz erwähnt zu werden.

Fazit

Im Grunde ist Toki Tori das perfekte Spiel für den kleinen Zeitvertreib. Für ziemlich genau 9 € bekommt man 40 Level geliefert, die man zum großen Teil in zwei verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen kann, die sich auch deutlich voneinander unterscheiden. Leider trübt die Tatsache, dass man genau das gleiche für weniger Geld bekommen kann die Wertung. Die gebotene Abwechslung innerhalb des Spiels stellt sich nur unter den verschiedenen Welten dar und nicht innerhalb einer solcher. Spielt man die 10 Levels einer Welt, unterscheiden sich diese nur in ihrer Gestaltung und den Lösungsmöglichkeiten. Szenario und Sound bleiben gleich. Nichts desto trotz macht Toki Tori großen Spaß und lohnt sich vor allem für alle, die den Vorgänger nicht gespielt haben, und ein Puzzle wollen, dessen Schwierigkeit erheblich steigt und fordert. Die Stunden die man mit diesem Spiel verbringen kann, kann man nicht wirklich zählen, da es von jedem einzelnen abhängt, wie lange er für das Lösen eines Levels braucht. Schade ist, dass das Spiel überhaupt keinen Nutzen vom Internet macht. Es wäre schön gewesen, wenn man beispielsweise die Zeiten, die man für das Lösen eines Level braucht an einen Highscore schicken könnte, um sich so mit Spielern auf der ganzen Welt vergleichen zu können, wie es beispielsweise der WiiWare Titel Star Soldier R macht. Das würde die Langzeitmotivation erheblich in die Höhe treiben.

Mario meint:
Ich liebe Knobel-Spiele und genau das macht Toki Tori für mich zu einem sehr guten Spiel. Es fordert die grauen Zellen wirklich immens und lässt die Glückshormone sprudeln, wenn man eine besonders schwere Aufgabe geknackt hat. Wer Spaß an solchen Spielen hat, der kann für 1.000 Wii Punkte absolut nichts falsch machen, denn die Rätsel sind gleichzeitig clever und logisch, aber dabei teilweise extrem schwer zu durchsteigen. Dazu ist die Wiimote Steuerung sehr gut umgesetzt! Schade, dass es nur 40 verschiedene Level gibt, aber bei dem Preis kann man kaum mehr verlangen, weshalb ich persönlich dem Spiel noch 1-2 Wertungspunkte mehr geben würde! Ich hoffe jedenfalls schon jetzt auf einen Nachfolger!

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

20.05.2008

Developer

Two Tribes

Nintendo Points

900

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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