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Reviews: WiiWare

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Wild West Guns

Shoot 'em Up

04.08.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

The Best in the West!

 

Wild West Guns ist ein Spiel, das Link’s Crossbow Training ziemlich stark ähnelt, geht es doch darum, aus einer starren Perspektive bzw. einem vorgegebenen Pfad möglichst viele Ziele zu treffen. Doch einige Dinge sind auch etwas anders. So gibt es keine Möglichkeit, die Spielfigur selbst zu steuern, was den Einsatz des Zappers ein wenig überflüssig erscheinen lässt, da man immer nur den Pointer zum zielen und A oder B zum feuern benötigt. Allerdings wirkt es mit dem Gewehr eben einfach authentischer. Ebenso wird man hier einen höheren Schwierigkeitsgrad vorfinden, der sich sogar später noch steigern lässt. Außerdem hat es einen Mehrspieler-Modus, den man sowohl kooperativ als auch gegeneinander zocken kann. Aber reicht das, um 1.000 Wii Points zu rechtfertigen?

 

Insgesamt gibt es sechs Levels, die aus jeweils drei Aufgaben bestehen, also insgesamt 18 Missionen. Allerdings wiederholen sich einige Szenarien ein paar Mal, so dass man auf jeden Fall weniger Umfang geboten bekommt, als bei den 27 Aufgaben von Link. Allerdings gibt es bei Wild West Guns einen erhöhten Schwierigkeitsgrad, der die Motivation noch ein bisschen erhöhen kann. Das ändert aber nichts daran, dass es auf Dauer nicht wirklich genug Abwechslung gibt und man sich somit auch nicht besonders lange mit dem Titel aufhalten wird.

 

Die verschiedenen Aufgaben verlangen entweder, dass man aufsteigende Ballons, geworfene Sombreros oder erscheinende bewegliche Zielscheiben trifft, Dosen durch Treffer vom Boden fern hält, Hasen vor Geiern beschützt oder Banditen abschießt. Die Vielfalt hält sich also echt in Grenzen. Dazu die Wiederholungen einiger Settings mit nur leicht anderer Aufgabenstellung und man kann den Entwicklern endgültig vorwerfen, sie hätten sich beim Umfang kaum Mühe gegeben.

 

Das Punktesystem dagegen ist sehr clever und recht vielseitig. Für jeden Treffer bekommt man Punkte, je nach Größe des Ziels. Trifft man einen Banditen zum Beispiel in den Kopf oder einen fliegenden Sombrero besonders schnell, dann gibt es Bonuspunkte. Dazu kommt ein Kombo-System, das jede Punktzahl mit der Anzahl Treffer multipliziert, die man ohne Fehler hintereinander gelandet hat. Verfehlt man also nur genau eines der Ziele in einer Aufgabe, dann macht es einen gewaltigen Unterschied, ob das am Anfang bzw. Ende passiert oder nahe der Mitte. Diese Zählweise schafft es, ein wenig mehr Motivation hereinzubringen, da man seinen eigenen Rekord schnell gewaltig verbessern kann, wenn man sich besonders anstrengt und keine Fehler macht. Nervig wird es nur in den Levels, wo man selbst auch angegriffen wird. Erleidet man nämlich einen Gegentreffer, dann geht der Kombozähler wieder auf Null zurück. Da jedoch manchmal fünf oder mehr Gegner gleichzeitig auf dem Schirm erscheinen und man nie weiß, welcher zuerst schießen wird, verkommt das System an dieser Stelle ein wenig zum Glücksspiel.

 

Durch besondere Leistungen, also zum Beispiel eine sehr hohe Trefferquote, große Kombos oder viel verdientes Geld (statt Punkte gibt es im Spiel Dollars), schaltet man Medaillen frei, die aber keine Auswirkungen auf das Spiel haben, sondern lediglich in einem Menü betrachtet werden können.

 

 

Mit Freund gegen Feind!

 

Man kann das Spiel dazu auch komplett mit einem Freund durchspielen und zwar entweder kooperativ oder gegeneinander. Damit bietet es genau die zusätzlichen Modi, die ich bei Link’s Crossbow Training schmerzlich vermisst habe. Entweder schaltet man direkt mit einem Freund alle Level frei oder man spielt zunächst alleine und darf dann auch im Multiplayer direkt alle Aufgaben anwählen. Das Spiel ist also identisch, egal ob man alleine oder zu zweit spielt.

 

Beim kooperativen Spiel haben beide Spieler einen gemeinsamen Punktestand und damit auch nur einen Kombozähler. Man muss sich also irgendwie absprechen, damit nicht beide gleichzeitig auf dasselbe Ziel feuern und der Zähler dadurch auf Null rutscht. Gegeneinander geht es logischerweise darum, mehr Punkte zu holen als der Gegner.

 

 

Technik und Steuerung

 

Grafisch ist das Spiel für einen WiiWare Titel recht ordentlich. Es gibt einige wenige schicke 3D Umgebungen und auch die Gegner sind einigermaßen abwechslungsreich. Allerdings erlebt das Auge nicht gerade oft viel Neues, was am kleinen Umfang liegt. Aber genau das soll ja Download-Spiele ausmachen. Wenig Spiel für kleines Geld eben und hier ist die Grafik dazu noch durchaus sehenswert.

 

Die Musik könnte direkt aus einem Wild West Film stammen, passt also perfekt zum Setting. Allerdings mangelt es hier ebenso an Abwechslung wie auch bei der Sprachausgabe. Einige Sätze wie „The Best in the West“ oder „Rest in Peace“ wiederholen sich einfach zu oft und gehen daher schnell auf den Zeiger.

 

Die Steuerung per Pointer und Tastendruck ist denkbar simpel. Benutzt man den Zapper, dann feuert man mit dem B-Knopf und ohne ist es die A-Taste. Da das Spiel automatisch auf die Zapper-Variante umschaltet, sobald man den Nunchuk einsteckt, kann man aber natürlich auch ohne die Hülle mit B feuern, wenn man das gerne möchte. Mir persönlich fällt es nur mit der Wiimote etwas leichter, da ich damit den Zeiger in hektischen Situationen irgendwie schneller bewegen und genauer zielen kann. Das echte Cowboy Feeling kommt aber nur mit Gewehr auf.


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Fazit

Wild West Guns ist ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch. Wer Link’s Crossbow Training über hat und wieder ein paar neue Umgebungen und einen leicht anderen Ansatz spielen will, für den ist der Titel auf jeden Fall geeignet. Allerdings bekommt man für die umgerechnet ca. 10 Euro in meinen Augen insgesamt zu wenig geboten. Ein paar Level mehr und etwas mehr Abwechslung bei den Aufgaben und ich hätte nichts zu meckern. So muss man sich gut überlegen, ob es einem die 1.000 Punkte wirklich wert ist.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

60%

Singleplayer

65%

Multiplayer

Release

01.08.2008

Developer

Gameloft

Nintendo Points

1.000

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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