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Reviews: WiiWare

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LostWinds: Winter of the Melodias

Adventure

11.10.2009

Zum Video-Review

Autor: Mario Kablau

 

 

Starker Wind im Winter...

 

Nachdem Toku sein erstes Abenteuer erfolgreich hinter sich gebracht, Deo seine Erinnerung zurück und der gute Geist Eril einen Teil seiner Kräfte wiederentdeckt hat, beginnt fast unmittelbar nach dem Ende von Teil 1 der Nachfolger. Im 100. WiiWare-Titel muss der Held nun weiter in Richtung des großen Ziels marschieren, irgendwann seinem Freund Eril alle Kräfte zurückgeholt zu haben, denn erst dann können die beiden es gemeinsam mit dem dunklen Schatten aufnehmen und die Welt vor dem Bösen retten. Doch dazu kommt es in Winter of the Melodias noch nicht, denn zunächst muss ein anderes dunkles Wesen bekämpft werden, das sich einem der Melodias bemächtigt und das gesamte Volk versteinert hat. Und wie sich bald herausstellt, hat auch Toku ein persönliches Interesse daran, das Volk zu retten, denn seine Mutter ist ebenfalls bedroht.

 

Man schlüpft im bekannten Dorf erstmals wieder in die Rolle des Helden, der schlafend auf einem Baum liegt. Als er unsanft geweckt wird, fällt er herunter und verliert dabei sein Cape, mit dem er gegen Ende des Vorgängers über weite Strecken schweben konnte. Da er sich sofort auf den Weg machen muss, hat er auch keine Zeit mehr, es zu bergen. Alle anderen Windkräfte aus dem ersten Teil bleiben Toku aber erhalten. Windkräfte?

 

Da Eril der Windgeist ist, spielt Wind natürlich eine sehr große Rolle im Spiel. Toku kann im Wesentlichen alleine nicht wirklich viel, denn außer laufen, kleine Hindernisse überklettern und an einem Abgrund ein Stück weit springen, kriegt er ohne Eril nix auf die Reihe. Für alles andere benötigt er dessen Windkräfte, die der Spieler per Pointer bedient. So springt man zum Beispiel, indem man mit dem Pointer auf Toku zeigt, A gedrückt hält, in die gewünschte Sprungrichtung zieht und dann A loslässt. Das kann man bis zu dreimal machen, solange Toku in der Luft ist, und so durch die Umgebung schweben. Ebenso kann man mittels B einen Sog erzeugen, mit dem man zum Beispiel Feuer an bestimmte Ziele führt, um hölzerne oder eisige Hindernisse zu zerstören.

 

Eis ist auch ein gutes Stichwort. Wie der Untertitel bereits andeutet, spielt dieser zweite Teil in einer Winterwelt, allerdings nicht nur. An einem bestimmten Punkt findet man einen weiteren guten Geist, den man dann an bestimmten Punkten rufen kann, um das Wetter von Winter auf Sommer - und umgekehrt - zu ändern. Das hat natürlich einen großen Einfluss auf das Spiel, denn so wird zum Beispiel Eis zu Wasser und neue Wege öffnen sich, was natürlich auch umgekehrt gilt. Im Wesentlichen spielt sich der zweite Teil jedoch wie der erste, nur dass es durch die zwei verschiedenen Umgebungen deutlich abwechslungsreicher ist.

 

 

Eine wahre Augenweide!

 

Doch die größere Variation der Umgebungen ist nicht das Einzige, was der zweite Teil dem ersten voraus hat. Grafisch ist der Titel nach wie vor wunderschön, man merkt auch deutlich, dass es mehr und etwas bessere Effekte, wie zum Beispiel Wasser, Feuer, Schnee usw. gibt und dass die Entwickler insgesamt mehr in das Spiel gepackt haben. Hier hat schon der Vorgänger von uns nicht unberechtigt die volle Punktzahl bekommen und demnach ist Winter of the Melodias natürlich auch dort anzusiedeln. Es gibt einfach immer noch keinen Download-Titel, der so liebevoll gestaltet und hübsch umgesetzt ist, wie LostWinds.

 

Auch musikalisch bekommt man viel geboten, zumindest mehr als im ersten Teil. Damals passte der Umfang an Musik zwar zu den knappen zwei Stunden Gesamtumfang, aber insgesamt war es etwas zu wenig. Diesmal ist das Spiel etwa doppelt so umfangreich und dasselbe gilt auch für die Musik, die sich ebenso wie die Grafik durch die zwei komplett verschiedenen Themen Sommer und Winter von der Masse abhebt. Doch so ganz zufrieden bin ich immer noch nicht damit, so dass es auch diesmal nur vier von fünf möglichen Punkten gibt.

 

Die Steuerung ist nach wie vor zwar auch Dauer etwas anstrengend, man wedelt ja laufend mit der Fernbedienung herum, aber insgesamt ist alles sehr gut durchdacht und beinahe perfekt umgesetzt. Die neuen Windkräfte passen gut in das Ensemble und sorgen für noch mehr spielerische Abwechslung und damit auch für noch höheren Spielspaß. Auch die neu eingeführte Karte erhöht den Spielspaß, da man nicht mehr ganz zu orientierungslos durch die Umgebung geht und fliegt wie zuvor.

 

Ein Beispiel für den Einsatz der neuen Windkräfte: Es ist Winter und ein Hügel ist zu hoch, um hinaufzukommen. Man lässt Sommer werden, setzt dann einen Wirbelsturm über einem Gewässer ein, um eine Wolke zu "züchten", schiebt diese mithilfe des Windes, über das Tal und lässt es regnen. Wenn man nun wieder Winter werden lässt, friert der neue See zu und man kann den einst zu hohen Hügel nun überwinden. Ebenso lassen sich die Wirbelstürme auch einsetzen, um an bestimmten Stellen Löcher zu buddeln.

 

Als weiteres Gimmick gibt es diesmal auch Geheimnisse zu entdecken, die dem Spiel auch neben der eigentlichen Geschichte ein wenig Tiefe geben. So findet man zum Beispiel über alle wichtigen Figuren und Gegner im Laufe der Zeit Informationen auf dem Startbildschirm. Ebenso hat Tokus Mutter ein Tagebuch geschrieben und die zwölf Seiten daraus, die man im Spiel finden kann, verraten etwas über ihr Abenteuer und den Hintergrund der Geschichte.

 

 

Meckerecke!

 

Machen wir uns nichts vor, kein Spiel ist perfekt, auch LostWinds leider nicht. Obwohl es dem Ziel schon extrem nahe kommt. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Umfang auf etwa vier Stunden verdoppelt, die grafische Qualität und Quantität verbessert, mehr Musik eingebaut, neue Windkräfte vergeben und eine spannendere Geschichte ersonnen. Allerdings sind vier Stunden immer noch viel zu kurz für 10 Euro, so dass der Spaß einfach viel zu schnell vorbei ist. Mehr als ein Sonntagnachmittag bietet der Titel leider einfach nicht, was auf jeden Fall Wertungspunkte kostet.

 

Ebenso gibt es hier und da ein paar Ruckler, was vor allem beim Endgegner - ja, es gibt nur einen - teilweise wirklich störend ist. Dort hat man noch einen Kompagnon, den man nur mit dem Pointer steuert, muss gleichzeitig auf den großen und viele kleine Gegner achten und dann sind solche Framerate-Einbrüche nicht gerade schön. Da das Problem aber nur wirklich selten auf, eben immer dann wenn richtig was los ist auf dem Bildschirm, so dass ich es gerade noch so verschmerzen kann. Darüber hinaus gibt es nichts zu meckern.


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Fazit

LostWinds: Winter of the Melodias schafft es, den Vorgänger in allen Belangen deutlich zu übertreffen. Für den gleichen Preis bekommt man bessere Grafik, mehr Umfang, abwechslungsreichere Umgebungen, zusätzliche Windkräfte und eine spannendere Geschichte. Die Hauptstory von LostWinds wird zwar nur im Hintergrund weiter erzählt, aber da das bedeutet, dass noch mehr Spiele von dem Kaliber geplant sind, werte ich das positiv! Den Vorgänger sollte man vorher auf jeden Fall gespielt haben, nicht zuletzt, weil es auch einfach ein grandioses Spiel ist. Der zweite Teil ist noch ein wenig grandioser! Weiter so, Frontier.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

super

93%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.10.2009

Developer

Frontier

Publisher

Frontier

Nintendo Points

1.000

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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