Mein Platz 1 aller Rollenspiele ist The Last Story, denn....dort kann man die NPCs mittels seiner Armbrust mit Bananenschalen abschießen und sie darauf ausrutschen lassen!

Aber Spaß beiseite. Da ich Xenoblade Chronicles immer noch nicht ganz durch habe und The Last Story für gerade einmal einer Woche rausgekommen ist, kann ich gar nicht sagen, inwiefern sie die Liste meiner liebsten RPG's beeinflussen werden. Von dem, was ich an Rollenspielen aber bisher gespielt habe, ist für mich immer noch ganz klar
Final Fantasy 7 die Nummer 1.
Die Story dieses Spiels, und das ist das, was mir bei einem RPG mit Abstand am allerwichtigsten ist, ist dort immer noch brilliant. Ich mag ihre gesamte Thematik, welche das Sterben des Planeten, die Licht- und Schattenseiten des technischen Fortschritts, die krassen Gegensätzen zwischen arm und reich, den (im Japano-RPG-Sektor) herrlich unverbrauchten Aspekt der Genforschung und vieles mehr beinhaltet, sehr. Das futuristische Setting mit Anime-ähnlicher Polygongrafik habe ich geliebt, besonders da mich das traditionelle Märchen-RPG-Setting damals allmählich angekotzt hat (seit einiger Zeit kann ich damit aber wieder mehr anfangen

). Die Atmosphäre und speziell die Endzeitstimmung, die sich später im Spiel einstellt, war ausgezeichnet! Die Charaktere mit ihren individuellen Hintergrundgeschichten und ihren sehr unterschiedlich ausgeprägten Charakterzügen sind mir jeder stark ans Herz gewachsen. An der Story an sich mag ich auch besonders, dass sie unglaublich komplex ist, auf vielen Ebenen erzählt wird und mit vielen Wendungen aufzuwarten hat. Außerdem lässt sie viel Freiraum für Deutungen (außer man tut sich den Compilation-Mist an) zu, und Gesellschaftskritik steckt auch eine Menge drin.
Ich gebe ganz ehrlich zu: Vom reinen Gameplay-Aspekt her würde ich wohl ein moderneres RPG wie Xenoblade Chronicles FF7 vorziehen. Das liegt aber auch schon allein daran, dass bei RPGs aus der heutigen Zeit meist Zufallskämpfe wegfallen, die Kampfsysteme mir besser gefallen, der Umgang mit Sidequests besser ist und allgemein alles viel mehr verfeinert wurde. Das ändert aber nichts daran, dass mich FF7 auch spielerisch immer noch überzeugen kann. Das Kampfsystem ist zwar im Kern rundenbasiert, doch das FF-typische ATB-System fühlt sich einfach noch wesentlich dynamischer an. Lange Zwischensequenzen bei bestimmten Beschwörungen störten mich persönlich nicht, da ich sie gut gemacht finde. Was ich am meisten mochte, war, dass in das Spiel unzählige witzige Minispiele und andere plötzliche Gameplay-Änderungen hineingestreut wurden, was dem ganzen noch mal eine ganze Menge Abwechslung verliehen hat.
Manchmal mag einem FF7 aufgrund seiner enormen Popularität zum Hals heraushängen, und gerne wird es auch als überbewertet abgestempelt. Aber während ich mir das alles nochmal habe durch den Kopf gehen lassen, wird mir klar, warum ich dieses Spiel so liebe.
Platz 2: Terranigma(Dazu müsste ich kaum was sagen, mir hat Christians Meinung dazu sehr gut gefallen. Die Story vom Spiel ist auch schön gesellschaftskritisch, insgesamt steht es fast auf einer Stufe mit FF7 für mich)
Platz 3: Secret of ManaIch merke immer wieder, dass ich, obwohl sich RPGs mit der Zeit immer mehr verbessert haben, ich immer noch die Lieblinge aus meiner Kindheit am meisten mag. Woran das wohl liegt?
