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Wario Land
Jump 'n Run
24.07.2012
Autor: Julian Richter
Die Reise beginnt
Nachdem Wario ja von Mario in "Mario Land 2: Six Golden Coins" aus dem Pilzpalast vertrieben wurde, muss er sich nun eine neue Bleibe suchen und begibt sich somit auf große Fahrt. Während seiner Reise trifft Wario auf niederträchtige Piraten, die darauf aus sind, ihm auch noch sein letzten Hemd zu stehlen, doch Wario weiß es besser. Er haut den schmutzigen Typen ordentlich die Hucke voll und folgt den Übriggebliebenen zu einer Insel namens "Kitchen Island" - der perfekte Ort für eine neue Residenz, denkt der Dicke sich daraufhin und beschließt, die Verbliebenen Piraten ebenfalls zu vertreiben und ihren wertvollen Schatz zu erbeuten. Dass er sich damit eine Erzfeindin auf Lebenszeit gemacht hat, ist ihm in diesem Moment noch nicht klar.
Hier kommt Wario
Trotz seinem adipösen Erscheinen und dem Mangel an Grips sollte man den kleinen Mann dennoch nicht unterschätzen. Denn wenn er eines gut kann, dann ist es, sich verschiedene Power-Ups anzueignen - und die haben bei weitem mehr drauf, als die lächerlichen Pilze und Blumen seines Cousins Mario. So kann er sich zum Beispiel mithilfe von Knoblauchzehen in einen Wikinger verwandelt und alles wegrammen, was ihm in den Weg kommt. Des Weiteren kann Wario sich auch noch ein Jetpack anschnallen oder Feuer spucken, wenn die Power-Ups stimmen. All diese umwerfenden Fähigkeiten helfen unserem geiferndem Dickerchen auf seiner Suche nach Schätzen. Und es sei euch hiermit geraten auch wirklich ALLE Schätze zu finden. Nötigenfalls müssen dafür eben Level zweimal bereist werden.
Wer unseren Wario bereits kennt, der wird wissen, dass er nicht allzu feinfühlig mit seinen Widersachern umgeht. Und wenn diese dann auch noch Schlüssel zu wahnsinnig wertvollen Schätzen halten, rette sich wer kann! Im Prinzip ist die Steuerung ganz ordentlich. Hin und wieder versteht Wario nicht ganz, dass er über die Schlucht springen soll, und nicht hinein, aber darüber kann man leicht hinwegsehen.
Die Innovation der Spielwelt
Mit Wario Land folgte dem bereits bekannten Super Mario eine neue Ära in die Spielwelt.
Denn im Gegensatz zu Mario, schafft es sein bosartiger Cousin mit dem Schelm von hundert Schuljungen eine ganz neue Atmosphäre in das Jump'n'Run-Genre zu bringen. Denn nun geht es nicht mehr nur einzig um das beenden eines Levels, sondern auch um das Finden bestimmter Dinge in eben allen Levels. Außerdem ist das gesammelte Geld fortan auch nicht mehr total nutzlos, sondern bildet eine Währung, zu zum Kaufen Gegenständen erforderlich wurde.
Wo sich Mario noch einzig Geld anhäufte, um es sich anzusehen oder mal den ein oder anderen Pilz zu kaufen, zog Wario die Wichtigkeit der Reichtümer fortan in den Vordergrund und sie wurde es wichtig, immer genügend Kohle anzusparen um weiterzukommen - Wie im richtigen Leben. In dieser Hinsicht ist Wario Land ein bedeutender Titel, der für viele Neuheiten in der Spielwelt gesorgt hat. Wenn in der Mathematik der Kreis als perfekte Form agiert, dann ist Wario Land auf jeden Fall ein Vieleck - quasi nahe an der Perfektion.
Musik und Grafik
Für damalige Verhältnisse hat sich Wario Land schon ziemlich angestrengt. Die Bilder laufen größtenteils flüssig ab, das Spielgeschehen macht Lust auf mehr und begleitet wird das Ganze durch witzige Klänge, die dem ganzen noch die Krone aufsetzen. Es bildet eine Verbindung zu liebevollen Welten und schauderhaften Gefilden, niedlicher Wesen, und ekliger Viecher, Raffgier und Geprügel. Selbst der Tatsache nachschauend, dass keine Farbe in dem Spiel vorhanden ist, hat man nicht das Gefühl, als bräuchte man sie. Ich jedenfalls könnte mir nicht vorstellen, dass Wario Land besser aussehen, geschweige denn mehr Spaß machen würde, wenn wir statt dem schlichten Schwarz-Weiß noch Farbe im Auge hätten. Ich glaube, dass gerade diese Graustiche eine gewisse Nostalgie erhalten.
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