Autor: Martin Küpper
Allein im Kampf gegen Rot und Grün.
Das Spielprinzip von Army Defender ist ebenso simpel wie spaßig. Als einsamer Schütze auf weiter Flur, müsst ihr eure Basis gegen eine Armee von Angreiffern verteidigen. Dafür haltet ihr den DSi wie ein Buch und beschießt eure Feinde, die, je nachdem ob ihr Rechts- oder Linkshänder seid, von rechts oder links anrücken, durch gezieltes Tippen auf dem Touchscreen. Der Clou ist, dass ihr es mit rot und grün gefärbten Einheiten zu tun bekommt, die jeweils nur mit Munition in ihrer Farbe besiegt werden können. Ihr müsst also simultan zum Tippen die Munitionsfarbe wechseln – dafür reicht ein Druck auf eine beliebige Taste.
Ihr schießt auf alles was sich bewegt, egal ob Flugzeug, Helikopter, Fallschirmspringer, Panzer oder Fußsoldaten und treibt eure Highscore durch Combos in die Höhe. Maximal 10 mal mehr Punkte könnt ihr so ergattern. Einzig und allein euer Versorgungsflugzeug solltet ihr nicht vom Himmel schießen, da euch sonst temporäre Waffenupgrades wie etwa ein Flammenwerfer entgehen, die besonders effizient sind, da sie rote wie grüne Einheiten mit einem Treffer zerstören. Sollte sich eine große Gegnerschar ansammeln, ist es Zeit für die Bombe, die auf einen Schlag alle Feinde vernichtet. Im Gegensatz zur normalen Munition, ist euer Bombenvorrat aber natürlich begrenzt - zum Großangriff dürft ihr nur blasen, wenn eure Leiste durch Abschüsse komplett gefüllt wurde.
Nach Ablauf der Zeit bekommt ihr einige Upgrades, etwa doppelte Feuerkraft, die ihr im Kampf aber auch bitter benötigt, da euch immer mehr Gegner entgegenstürmen. Habt ihr all eure Leben verbraucht, ist das Spiel vorbei und ihr dürft euch je nach Leistung in die Highscoreliste eintragen.
Spielspaß für zwei Hamburger
Army Defender verfügt zwar über zwei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen – Anfänger und Profi – bietet aber keine wirklichen Variationen. Somit fehlt es sowohl an Spieltiefe und Abwechslung, um den Titel langfristig interessant zu machen. Doch wer erwartet von einem Spiel für 2,- € auch schon Spieltiefe und Umfang? Bei Mecces erwartet man von einem Hamburger ja auch keine Geschmacksoffenbahrung.
Grafik und Sound sind weder spektakulär noch störend. Die Comicgrafik hat Charme, nette Effekte und läuft flüssig. Die Musik bleibt zwar nicht im Ohr, klingt aber passend. Dass es nur zwei Songs gibt, stört auch eher weniger.
Die oben beschriebene Steuerung funktioniert absolut tadellos, egal ob man den DS nun in der rechten oder linken Hand hält. Beim DSi XL könnte der Arm aber nach einer Weile schwer werden, da man den Handheld nur mit einer Hand held, äh hält.