Autor: Julian Richter
Der Formspaß geht weiter
Nachdem sich der Überraschungstitel Freakyforms von Asobism Co., Ltd, welcher für den 3DS-eShop erhältlich ist, seinen wahren Ansturm an Begeisterung verdiente, beschlossen die Entwickler nun ein richtiges Spiel, und damit sogleich den Nachfolger jenen Spieles zu entwickeln. Mit Freakyforms Deluxe tauchen wir in eine völlig neue und witzige Welt ein, in der es viel Altes, aber vor Allem auch sehr viel Neues zu entdecken gibt.
Im Grunde hat sich an dem Spielprinzip nicht viel geändert. Zu Beginn des Ganzen erstellt man sich ein Formee, ganz nach Belieben, verpasst ihm einen Namen, ein Stimmchen und schickt es auf Erkundungstour. Nun hat man genau 200 Sekunden Zeit das Gebiet zu erforschen, ehe das Formee müde wird und sich zurückziehen möchte. Während dieser Zeit kann man sich damit beschäftigen, Dinge von den Bäumen zu essen, welches das Formee dazu bewegt Goldeier in den verschiedensten Farben und Größen zu legen, ein Häufchen zu produzieren oder zu spucken. Des Weiteren kann man sich noch auf die Suche nach Schlüsseln und deren dazugehörigen Schatztruhen machen, welche neue Landschaftsinhalte, sowie Formeeteile oder Spezialaktionen enthalten.
Neben dem ist es natürlich am Wichtigsten, neue Freunde zu finden. Und wie gewinnt man neue Freunde? Genau – indem man sie sucht. Auf dem Weg durch Berg und Tal werden euch immer wieder lustige Gestalten entgegenkommen, die gewillt sind, von euch angesprochen zu werden. Um mit diesen nun Freundschaft schließen zu können, müsst ihr ihnen aus der Klemme helfen, indem ihr einen Auftrag erledigt, der meinetwegen heißt: „Bringe eine Lieferung zu dem und dem!“ oder „Zerstöre so und so viele Blöcke!“ Hat man dies innerhalb der verbleibenden Zeit geschafft, erhält man die Teile des entsprechenden Formees und auch etwas Gold.
Ist die Zeit zum Erkunden einmal um, so landet ihr zuerst in der Küche. Dort werden eure gesammelten Goldeier ausgestellt, welche ihr knacken müsst, indem ihr sie mehrmals antippt. In den Eiern befindet sich neben reichlich Gold manchmal auch ein seltenes Formee oder eine nützliche Speizalattacke. Nach dem Eierknacken kehrt das Formee zurück in seine Höhle und ruht sich aus.
Rund um den Planeten
Selbstverständlich wäre es ziemlich langweilig, könnte man bloß ständig im selben Gebiet umherlaufen. Deswegen haben sich die Entwickler spontan dazu entschieden, gleich einen ganzen Planeten zu erschaffen, der in mehrere Gebiete unterteilt ist. So gibt es zum Beispiel einen Wald, einen Ozean und eine Großstadt.
Zu Anfang erscheint jedoch nur eine stinknormale Wiese, auf welcher ihr euch ein bisschen verlustieren könnt. Doch je mehr Formees ihr kreiert, desto größer wird der Planet und desto mehr Gebiete werden auch verfügbar. Allerdings könnt ihr in einem Rausch nur bis zu fünf Formees erstellen. Danach seit ihr gezwungen eine Pause einzulegen, und zu warten, bis ihr neue Herzen bekommt, um Formees zum Leben zu erwecken.
Rettet den König!
Ja, selbst das Reich der verrückten Formen wird von einem Oberhaupt beherrscht. Sein Name ist König Roy. Er ist ein gutmütiger und gerechter Herrscher, der stets ein Auge auf seine Formees wirft. Doch eines Tages wird König Roy von einer Horde böser Formees entführt und in einem gefährlichen Dungeon eingeschlossen. Nun liegt es an seinen Untertanen, ihn zu befreien. Sobald ihr nun ein Gebiet vervollständigt habt, könnt ihr euch auf die Suche nach einem Dungeon-Eingang machen, welcher sich ebenfalls in einer der Schatztruhen befindet. Habt ihr den Dungeon nun einmal betreten, heißt es kämpfen.
Auf eurem Weg zum Thronsaal des Dungeons werden sich euch gefährliche Monster entgegenstellen, die es zu bezwingen gilt. Eure Fähigkeiten hängen dabei von eurer Kreativität ab. Hat ein Formee bspw. sechs Arme, so wird es wohl heftiger zulangen können, als ein Formee mit nur Zweien. Darüber hinaus kann man selbst nicht ins Kampfgeschehen eingreifen. Ist man erst einmal mit einem bösen Formee zusammengeprallt gibt es kein Zurück mehr und der Kampf läuft ganz automatisch ab – solange, bis einer hinüber ist. Neben den Kämpfen müsst ihr auch ein paar kleine Rätsel mit Diamanten lösen.
Um seine Fähigkeiten aufzuwerten, muss man sich erstens: gut im Dungeon umschauen, denn es liegen an vielen Ecken Upgrades herum. Zweitens: immer siegreich im Kampfe sein, denn die üblen Formees lassen ebenfalls Upgrades fallen. Und drittens: immer genug Gold dabei haben, da man an verschiedensten Ecken im Dungeon auch Upgrades kaufen kann. Hat man sich nun durch die Schar fieser Formen geschlagen, wartet auch schon der Endboss auf einen, am tiefsten Grunde des Kerkers. Um diesen zu besiegen, benötigt es viele Erweiterungen und gute Spezialaktionen. Hat man den Boss dann aber besiegt, erhält man viele tolle Belohnungen und natürlich sein Set zum Nachbauen.
Tauscht mit euren Freunden
Natürlich bietet Freakyforms Deluxe auch einen innovativen Mehrspielermodus, in dem ihr zusammen mit euren Freunden Formees erstellen, tauschen oder bewundern könnt.
Das Spiel bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten mit euren Freunden Spaß zu haben.
So kann bspw. einer ein Thema vorgeben, z.B. "Auto", und beide erschafft nach dieser Vorgabe ein Formee. Nach Abschluss können die Spieler ihre Formees zur Schau stellen und abstimmen, welches das Bessere ist.
Der Klang und Anblick
Nun ja, der 3D-Effekt kommt jedenfalls gut rüber, aber zur Grafik im Allgemeinen fehlen mir ehrlich gesagt die Worte. (Und das nicht unbedingt, weil sie so brillant ist!) Sie erinnert mehr an ein Malbuch für Kinder, stark gewöhnungsbedürftig, aber durchaus passend zur Atmosphäre. Man könnte es tatsächlich zuerst als reines Kinderspiel ansehen, jedoch bemerkt man schnell, dass das Gameplay eine andere Sprache spricht. Die Steuerung ist ziemlich eigenwillig und nicht für jedermann geeignet. Knöpfe benötigt man nur für Interaktionen mit anderen Formees oder Gegenständen, ansonsten wird alles per Touchscreen gehandhabt. Laufen, springen, fliegen, schwimmen, aufnehmen – alles! Klingt einfach, ist es aber nicht.
Zum laufen tippt und hält man den Touchpen auf eine Stelle der gewünschten Richtung. Um zu springen, zieht man den Kreis in der Mitte des Touchscreens nach unten und lässt ruckartig los. Zum Schlagen nutzt man ebenfalls den Kreis – zieht ihn dafür entgegen der Richtung, in die man schlagen möchte und lässt los. Sehr gewöhnungsbedürftig.
Zur Musik lässt sich auch nichts großartiges sagen. Ein paar - teilweise schief klingende – Töne wehen das ein oder andere Mal durch die Umgebung; mutieren ab und an zu wahren Orchestern, fallen aber recht schnell wieder ab. So gesehen hält sie sich gleich mit der Grafik. Malbuch eben.