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Angespielt: Nintendo Switch

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GOD WARS The Complete Legend

RPG

05.09.2018

Autor: Matthias Küpper

 

Mit GOD WARS The Complete Legend kommt ein weitere Spiel auf die Nintendo Switch, welches zuvor nur auf der Playstation 4 und der Playstation Vita spielbar war. Zusätzlich zu dem Spiel Future Past gibt es aber noch eine Erweiterung. Bei GOD WARS handelt es sich um ein taktisches Rollenspiel aus dem Hause Kadokawa Games. Der Name Kadokawa ist vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff, der öfter Anime schaut. Somit erwartet einem auch hier schöne Animeseuqenzen, die die Geschichte untermalen.

 

Die japanische Mythologie

 

Im Spiel dreht sich alles um die japanische Mythologie. Am Anfang bekommt man gezeigt, wie Tsukuyomi ihre Tochter Sakuya im Vulkan Fuji opfert, um die Götter zu besänftigen. Danach vergehen einige friedliche Jahre im Königreich Mizuho. Doch der junge Mann Kintaro macht sich auf, um die eingesperrte Kaguya zu befreien. Bei ihr handelt es sich um eine weitere Tochter, die als mögliches Opfer für den Vulkan in Gefangenschaft lebt. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg, um die Mutter von Kaguya zu finden, die seit einigen Jahren verschwunden ist. Es beginnt eine Reise voller Gefahren und Intrigen durch das Japan der Sagen. Wer sich mit der japanischen Geschichte und Mythologie auskennt, findet sicherlich ein paar bekannte Geschichten.

 

Doch wie wird die Geschichte erzählt? In dem Sinne findet das Spiel in kleinen Episoden statt, von denen mehrere ein Kapitel bilden. Fast jede Episode beinhalt dabei eine Schlacht, die auf einem kleinen Feld ausgetragen wird. Hierbei steuert man jede der verfügbaren Einheiten nacheinander in einer fest vorgegebenen Reihenfolge. Diese verfügen je nach Klasse unterschiedliche Waffen und Reichweiten. Interessant ist es, dass man zunächst angreifen kann und sich dann erst bewegen muss. Genauso kann man aber auch Schatztruhen öffnen oder nach Edelsteinen graben. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass es unterschiedliche Klassen gibt. Hierbei gibt es zunächst einmal sogenannten Jobs, die man wählen kann. Zur Wahl stehen am Anfang die Klassen Priester, Kämpfer und Magier. Im späteren Verlauf werden dann noch weitere Klassen freigeschaltet. Pro Charakter lassen sich zwei von ihnen wählen. Jeder Charakter verfügt aber auch über einen Job, der einzigartig ist und sich nicht ändern lassen.

 

 

Die Qual der Wahl

 

Sobald man einen genaueren Blick auf die einzelnen Jobs wirft, kann man schnell die Orientierung verlieren. Alleine die Priesterklasse hat schon unzählige Fähigkeiten, wie Buffs, Heilung und Angriffe. Kommt dann noch eine zweite Klasse dazu, kann man im Kampf mal schnell die Übersicht verlieren. Zum Glück kann man aber dort die Fähigkeiten nur von einem Job anzeigen lassen. Die erlernten Fähigkeiten von Jobs, die nicht mehr gewählt sind, kann man aber nicht mehr einsetzen. Dennoch kann für Einsteiger die Wahl schwierig sein, welche Fähigkeit denn nun gelevelt werden soll. Dies geschieht durch die sogenannten Jobpunkte, die im Kampf gesammelt werden. Setzt der Charakter eine Fähigkeit ein, bekommt er Jobpunkte. Die Menge kann dabei je nach Einheit stark variieren. Genauso unterscheiden sich die Levelpunkte, die man bekommt. So kam es bei mir dazu, dass die beiden Heiler vom Level am höchsten waren. Aber auch hier gibt es eine Möglichkeit, daran etwas zu ändern. So gibt es in mehreren Schreinen auf der Karte Aufgaben, die ebenfalls eine Schlacht beinhalten. Hierbei lassen sich zu schwache Charaktere leveln und man bekommt am Ende eine Belohnung. Dazu gibt es unglaublich viele Waffen und Ausrüstung, die ebenfalls über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Da ist es schon gut, dass man am Anfang die Schwierigkeit wählen kann.

 

Doch mag die feste Reihenfolge einschränken, ist sie was die Planung angeht von Vorteil. Da die Gegner zwischen den eigenen Charakteren angreifen, kann man einen Charakter so eventuell davor retten von allen Gegnern hintereinander angegriffen zu werden. Zudem besteht die Möglichkeit die Wut auf einen zu ziehen, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass dieser Kämpfer angegriffen wird. Ein weiterer Punkt ist die Umgebung. Gegner die Höher stehen, machen einem selber mehr Schaden und umgekehrt macht man selber weniger Schaden. Zudem sind Angriffe von hinten am effektivsten, gefolgt von der Seite. Teilweise muss man sich dann auch noch vor Kontern in Acht nehmen, kann diese aber auch selber erlernen. Man könnte jetzt meinen, dass es am besten ist in Gruppen zu stehen, um das Hinterteil jedes Charakters zu schützen. Dummerweise gibt es aber auch noch Flächenangriffe, die verheerende Wirkung haben können. So kann ein Charakter mal schnell sterben, weil er danach noch einen kritischen Schlag abbekommt. Dann flieht dieser aber nicht direkt aus dem Kampf, sondern man hat die Möglichkeit ihn innerhalb von 5 Zügen wiederzubeleben. Dies geht mit Hilfe eines Skills oder mit Hilfe eines Items. Das mag sich jetzt alles sehr komplex anhören, aber im Grunde genommen verläuft jeder Kampf am Ende dann doch in einem ähnlichen Muster ab. Nur manchmal muss man darauf achten, dass bestimmte Einheiten nicht sterben. Insgesamt erwarten einen mit den Erweiterungen The Future of Hyuga, New Enemies und das komplett neue Labyrinth of Yomi über 150 Spielstunden.

 

 

Steuerung und Technik

 

Am besten lässt sich das Spiel mit Hilfe des Tastenkreuzes steuern, da das Spielfeld Kachelförmig aufgebaut ist. So lassen sich die Felder gut wählen und man landet nicht versehentlich dort, wo man gar nicht hin wollte. Bestätigen tut man mit dem A Knopf, während man mit B bis zu Angriff, alles rückgängig machen kann. Mit Hilfe von + lässt sich das Menü öffnen. Mehr Tasten werden eigentlich nicht benötigt, da der Rest durch die Auswahl geschieht. Lediglich mit den Schultertasten wird noch die Kamera gedreht. Das alles geht gut von der Hand und an der Steuerung wird man in dem Spiel eher weniger scheitern, da diese recht einfach ist.

 

Grafisch ist das Spiel in Ordnung. Es glänzt nun nicht mit besonderen Effekten und man hat das Gefühl, dass die Vita Version portiert wurde, da die Texturen teilweise etwas schwammig sind. Dennoch hat das Spiel gerade mit den schönen Animebildern seinen Charme und verfügt immerhin über eine englische aber auch japanische Sprachausgabe. Dies ist für viele Fans natürlich Pflicht. Zudem verfügt der Titel über einen netten Soundtrack. Etwas irritierend ist, dass im Menü bei jeder Wahl der Track von vorne beginnt, der auch auf der Karte gespielt wird. Zudem gibt es für den Kampf oft den selben Track, was sehr schade ist.

 

 

Kritik

 

Das größte Problem von GOD WARS ist die Monotonie. Hätte das Spiel keine interessante Story, wäre es ziemlich langweilig, da jeder Kampf nach dem selben Muster abläuft. So kann es schonmal passieren, dass man nach ein paar Kämpfen lieber nach einem anderen Spiel greift, obwohl man eigentlich wissen möchte, wie es weiter geht. Am Anfang meint man noch, dass die Kämpfe durch die kleinen Karten nicht so lange dauern werden, aber wenn dann jede Runde 18 Züge zu machen sind, dann kostet das eben Zeit.

 

Zudem kann man die mangelnde Freiheit als Fan von Fire Emblem als störend betrachten. Dadurch lassen sich Züge aber auch nicht schneller beenden. So wird jede Einheit trotzdem durchwandert. Auf der anderen Seite kann man dadurch natürlich besser planen, weil auch die Gegner in einer vorgegebenen Reihenfolge zwischen den eigenen Zügen agieren. Trotzdem hätte hier ein bisschen mehr Tiefe nicht geschadet und sei es durch mehr Auswirkung durch das Wetter.

 

Außerdem gibt es das Spiel wie jedes andere NISA Spiel nur im englischer Sprache. Das bedeutet, dass man englisch können muss, um in den Genuss zu kommen. Hierbei merkt man dann leider schon, dass wir es mit einem Nischen Spiel zu tun haben.

 

Danke an NIS America für das Testmuster


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Fazit

GOD WARS The Complete Legend verspricht einiges an Spaß. Allerdings muss man sich als Fan von Fire Emblem erst einmal an die vorgegebene Reihenfolge gewöhnen. Doch das Spiel punktet mit einer interessanten Geschichte und mit netten Charakteren, die zudem gut gezeichnet sind. Wer also eh mehr über die japanische Mythologie erfahren möchte und gerne taktische Rollenspiele spielt, macht hier nichts falsch. Aber auch andere Spieler können gerne einmal einen genaueren Blick darauf werfen, da man einige spaßige Stunden im alten Japan verbringen kann.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

78%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

31.08.2018

Developer

Kadokawa Games

Publisher

NIS America

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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